Einmal richtig lang machen!
Nach Stunden am Schreibtisch kennst Du das vielleicht: Der Rücken fühlt sich steif an, die Schultern sind nach vorne gerutscht und irgendwie möchte man sich einfach nur einmal richtig lang machen. Genau dafür ist Stretching da. Beim Dehnen bringst Du Deinen Körper bewusst in Positionen, die er im Alltag oft viel zu selten einnimmt.
Beweglichkeit lässt sich nämlich trainieren. Wer regelmäßig dehnt, kann nach und nach seinen Bewegungsradius vergrößern. Das kann beim Sport ziemlich praktisch sein: beim Turnen oder Tanzen genauso wie beim Klettern, Fußballspielen oder Kampfsport. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass regelmäßiges statisches Dehnen die Beweglichkeit tatsächlich verbessern kann. Aber Dehnen ist nicht gleich Dehnen. Beim dynamischen Stretching bleibst Du in Bewegung: Du kreist zum Beispiel mit den Armen oder schwingst kontrolliert die Beine. Das eignet sich gut zum Aufwärmen vor dem Sport. Beim statischen Stretching hältst Du eine Dehnposition dagegen für einige Zeit. Das kann sinnvoll sein, wenn Du gezielt an Deiner Beweglichkeit arbeiten möchtest.
Und noch etwas ist interessant: Mehr ist beim Dehnen nicht automatisch besser. Ein leichtes Ziehen ist in Ordnung, Schmerzen sind es nicht. Du musst also keineswegs versuchen, mit Gewalt die Zehen zu berühren oder möglichst schnell einen Spagat zu schaffen. Viel wichtiger ist, ruhig zu bleiben und darauf zu achten, was sich für Deinen Körper gut anfühlt.
Stretching kann außerdem eine kleine Pause vom Sitzen und vom Bildschirm sein. Aufstehen, Arme nach oben, Schultern bewegen, Beine strecken – dafür brauchst Du weder Sportplatz noch Fitnessstudio. Manchmal reichen schon ein paar Minuten, um sich wieder ganz anders zu fühlen.
