Kneipp Challenge
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Genießen. Bewahren. Wasser ist Leben. Wasser ist das Thema der diesjährigen Kneipp Challenge, dem Kreativwettbewerb des Kneipp-Bundes e.V.
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Kneipp Challenge 2026 - Gesundheitsjournal

Wie Aktivität unsere Atmung stärkt

Meistens denken wir über unsere Atmung gar nicht nach. Sie funktioniert ganz von selbst – rund um die Uhr. Erst wenn wir eine Treppe hinaufsteigen, zügig gehen oder mit dem Fahrrad einen Berg hochfahren, spüren wir plötzlich, wie viel unsere Atmung eigentlich leistet. Wir atmen schneller und tiefer, denn unsere arbeitenden Muskeln benötigen jetzt mehr Sauerstoff.

Dabei arbeiten Lunge, Herz, Blutkreislauf und Muskeln eng zusammen. Mit jedem Atemzug gelangt Sauerstoff bis in die winzigen Lungenbläschen, die sogenannten Alveolen. Dort geht er ins Blut über und wird zu den Muskeln und Organen transportiert. Gleichzeitig gelangt Kohlendioxid aus dem Blut in die Lunge und wird ausgeatmet. Rund 80 Prozent der normalen Atemarbeit übernimmt dabei unser Zwerchfell, der wichtigste Atemmuskel.

Bei körperlicher Aktivität steigt der Sauerstoffbedarf. Herz und Lunge müssen mehr leisten, die Atmung wird schneller und kräftiger. Wer regelmäßig aktiv ist, trainiert diesen gesamten Ablauf. Der Körper lernt, Sauerstoff effizienter aufzunehmen, zu transportieren und in den Muskeln zu nutzen. Deshalb geraten trainierte Menschen bei einer bestimmten Belastung meist weniger schnell außer Atem.

Auch die Atemmuskulatur profitiert. Neben dem Zwerchfell sind beispielsweise die Muskeln zwischen den Rippen an unserer Atmung beteiligt. Ausdauerbewegungen wie Walking, Radfahren oder Schwimmen fordern Herz und Lunge, während Kraft- und Haltungsübungen zusätzlich die Muskeln stärken können, die unsere Atmung unterstützen. Die American Lung Association empfiehlt deshalb regelmäßige körperliche Aktivität ausdrücklich als einen wichtigen Baustein für die Lungengesundheit.

Dafür braucht es kein anstrengendes Sportprogramm. Schon zügiges Gehen bringt die Atmung in Schwung. Auch Treppensteigen, Gartenarbeit oder eine Fahrradrunde fordern den Körper stärker als Sitzen und sorgen dafür, dass wir tiefer und häufiger atmen. Wer solche Bewegung regelmäßig in seinen Alltag einbaut, trainiert damit nicht nur Beine und Kreislauf, sondern auch das Zusammenspiel von Atmung, Herz und Muskulatur.

Zusätzlich lässt sich die Atmung selbst trainieren. Bewusste Atemübungen können vor allem das Zwerchfell stärken und dabei helfen, tiefer und effektiver zu atmen. Bewegung und bewusste Atmung ergänzen sich deshalb besonders gut – etwa beim Wandern, bei Gymnastik, Yoga oder anderen ruhigen Bewegungsformen.

Auch Sebastian Kneipp setzte auf maßvolle Bewegung an der frischen Luft. Wandern, Schwimmen und andere natürliche Bewegungsformen gehörten für ihn zu einer gesunden Lebensweise. Seine Überzeugung fasste er treffend zusammen: „Die Bewegung erhöht die Lebenslust und hilft dem Menschen durch die Stärkung seines Körpers.“

Wer regelmäßig in Bewegung bleibt, trainiert also weit mehr als seine Muskeln. Auch Atmung und Sauerstoffversorgung passen sich an die Belastung an und werden effizienter. Und manchmal genügt schon eine kleine Steigung oder ein paar Treppenstufen, um zu spüren, welches erstaunliche Zusammenspiel bei jedem Atemzug in unserem Körper stattfindet.